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Anmerkungen zu einer Tageszeitung in Nordhessen

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Misswirtschaft in Hessen

Eingestellt am 09. Januar 2009 um 19:53 Uhr » Medien (Nord-) Hessen Wirtschaft Politik

Gastautor Edmund von den Grünen schreibt über einige Auffälligkeiten im Wahlkampf sowie darüber, wie gut bzw. schlecht die immer noch aktuelle Landesregierung mit unserem Geld umgegangen ist. Beide Punkte sind seiner Ansicht nach bislang in der lokalen Tageszeitung nicht thematisiert worden:

Dem Wunsch der Kirchen folgend [haben die Grünen erst nach den Feiertagen mit Plakatieren angefangen], obwohl die einzige Partei mit einem „C“ im Namen die Materialschlacht bereits Mitte Dezember startete und das Christfest schlichtweg ignorierte. Die guten Wünsche vom amtierenden Ministerpräsidenten für das kommende Jahr können die meisten Hessen ohnehin nur als Sarkasmus auffassen, in Anbetracht der gestiegenen Verschuldung des Bundeslandes unter Koch (jeder Hesse ist mit 5.600 € Schulden aus Landesmitteln belastet!) sowie der aktuellen Finanzkrise mit gravierenden Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt und die soziale Lage vieler Arbeitssuchender und Familien mit Kindern.

Die Hessen werden in der bevorstehenden Legislaturperiode nach fast 10 Jahren CDU-Regierung, 5 davon in Alleinherrschaft, eine schwere Bürde zu tragen haben. Der Schuldenberg von 32 Mrd. €, verfehlte Verkehrs- und Infrastrukturmaßnahmen für Nordhessen, wie der finanziell unkalkulierbare Ausbau vom „Regionalflughafen“ Kassel-Calden (mindestens 150 Mio. Investitionssumme nach alter Planung), und das stümperhafte Planfeststellungsverfahren beim Ausbau der A 44, mit immer wieder neuen Verzögerungen und Verwaltungsgerichtsterminen, sprechen eine deutliche Sprache.

Auch ein Artikel vom letzten Wochenende hat ein „Geschmäckle“:

Stattdessen darf sich DIHK-Präsident und FDP Mitglied Ludwig Braun zum wiederholten Mal in den vergangenen Wochen (zuletzt am 3.1.09) in der HNA ausbreiten. Wenig Neuigkeitswert aber dafür umso mehr FDP-Programm nach dem Motto „Mehr Netto vom Brutto“, von einem erfolgreichen Unternehmer, der bei seinen Arbeitnehmern Lohnverzicht durchdrückte, um sich von ihnen seine Werkserweiterung in Melsungen finanzieren zu lassen. Eine besondere Form der Idee „Unternehmenanteile in Arbeitnehmerhand erwerben!“


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